Bund des Blauen Einhorns

Dieser Bund wurde von dem nordmärkischen Nandusgeweihten Ynbaht von Lichtenberg ins Leben gerufen, als es Spuren und Hinweise auf ein seltenes Einhorn gab. Der Priester schickte seine einstige Schülerin im Gefolge des Erbbaronets von Galebquell und dessen Recken aus, diesen Spuren nachzugehen. Sie deckten dabei eine Kabale der Gefolgsleute des verstorbenen Lechdans von Gareth auf.

Mehr als einige Hinweise auf dieses Einhorn fand die Gruppe nicht, doch versprach man sich, gemeinsam den Spuren auf dieses schon in alten nordmärkischen Legenden auftauchenden Einhorns nachzugehen. Aus diesem ersten Versprechen erwuchs im Lauf der Monde ein lockerer Bund, der von Ynbaht von Lichtenberg geordnet wurde. Er selbst nahm die noch zahlenmäßig wenigen Mitglieder als Laiendiener oder Akoluthen in die Kirche des Nandus auf und legte die erste Satzung fest.

Nandus gilt den Mitgliedern als Patron des Orakels und der Geheimnisse und solche gilt es auf möglichst IHM gefällige Weise, aber auch zu praktischem Nutzen zu ergründen. Dazu gehören arkane und religiöse Mythen und Legenden ebenso wie rein profane Angelegenheiten – die man landläufig mit Spionage bezeichnet. Der Hierophant und die Auguren senden Mitglieder des Bundes auf die Suche nach Hinterlassenschaften der Orks in den Nordmarken, nach Relikten der Elfen und der Drachen, aber auch in weit entfernte Lande, um dem Sternenregen im Svelltland oder den Legenden der Alten im Horasreich nachzugehen.

Dabei halten sie engen Kontakt mit der Schwesternschaft der Mada, der Großen Grauen Gilde des Geistes, den Nanduriaten und dem Bund der Freidenker.

Der Bund zelebriert in den Nächten vor den Sonnenwenden und den Tagundnachtgleichen in den einzelnen Zirkeln archaische Rituale, die vermutlich alten tulamidischen Anandusha-Kulten entlehnt wurden. Einmal im Jahr zu einem vereinbarten Zeitpunkt, der mittels Orakeln vom Hierophanten ausgelotet wird, treffen sich die Schwestern und Brüder des Bundes im Hort des Seelenpfades, dem kleinen Nandustempel in Grasbühl und tauschen sich dort über das vergangene Jahr aus und besprechen das kommende.

Mittlerweile finden sich im Hort bereits zahlreiche Schriften zu verschiedensten Themen, sodass sich langsam ein Zentrum der Gelehrsamkeit in den Nordmarken herausbildet. Doch noch befindet sich der Bund im Wachsen und mehr als eine sehr gezielt und professionell arbeitende Interessengemeinschaft sind sie noch nicht.

Im Bund vom Blauen Einhorn vereinen sich aber nichtsdestotrotz einige Mitglieder, unter anderem Gundela von Hornisberg, Botin des Einhorns, Hohepriesterin des Nandus und Hierophantin des Bundes (als Nachfolgerin Ynbahts von Lichtenberg), Ronan von Lichtenberg, Junker von Gut Wolfenzahn, Symmachos des Bundes, Eleonora von Lichtenberg, Junkerin von Grasbühl, Augurin des Bundes, Biora von Schleiffenröchte, Maga vom Bund des Weißen Pentragramms, Magierin der Akademie der Herrschaft zu Elenvina, Augurin des Bundes, Alrik Berchingen, Ritter zu Galebquell, Symmachos des Bundes und gerüchteweise der eine oder andere nordmärkische Adlige mehr.

Daneben finden sich weitere Mitglieder in Elenvina, Grangor, Bethana und Vinsalt, zumeist Gelehrte, aber auch Händler, Patrizier und gar Vertreter kämpferischer Professionen, die als gezielte Informationsträger dem Bund dienen. Hierophantin Gundela organisiert den Bund zu einer gezielt operierenden Einheit und wenn ein Mitglied den Bund um Hilfe bittet, dann tritt der Bund auch ein.

Doch welche Ereignisse die Zukunft für den Bund und seine Mitglieder bereit hält, dass wissen nur die Götter.